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Bei einer Kontaktallergie kommt es zu Juckreiz, Rötung, Schwellung, Bläschenbildung oder Nässen der Haut. Die häufigsten Auslöser sind Duftstoffe, Reinigungsmittel oder Nickel. Durch den Kontakt mit diesen Stoffen kommt es zum Einwandern von Entzündungszellen und vermehrten Austritt von Flüssigkeit in die Zellzwischenräume der Haut. Die Folge ist ein Ekzem. Angefangen mit Hautrötungen kommt es zur Bildung von Knötchen bis hin zu Bläschen, die mit nässenden oberflächlichen Hautdefekten nach einiger Zeit aufplatzen,  schließlich bilden sich Krusten. Im Verlauf kann es langjährig immer wiederkehren, bis der Auslöser erkannt wird und gemieden werden kann. Meist bleibt die Überreaktion auf jene Stelle begrenzt, die mit dem Allergieauslöser in Kontakt stand (deshalb: Kontaktallergie). Etwa neun Prozent der Deutschen leiden an einer solchen Kontaktallergie.

Wie erkenne ich eine Kontaktallergie?

Die Allergietestung sieht hierbei ganz anders aus als bei Heuschnupfen und Asthma. Es wird ein sog. Epikutantest (Pflastertest) durchgeführt, der mehrere Tage auf der Haut bleibt, weil es mitunter mehrere Tage braucht, bis die Entzündungszellen in die Haut einwandern und die Ekzemreaktion sichtbar wird.

Meist handelt es sich bei den Auslösern um:

  • Duft- und Aromastoffe in Kosmetika und Pflegeprodukten
  • Reinigungsmittel
  • Nickel (z.B. Modeschmuck, Brillen, 1- und 2-Euro-Münzen), Kobalt und Chrom
  • Konservierungsmittel (z.B. Thiomersal, Parabene)
  • Natürliche Harze (z.B. Kolophonium)
  • Arzneimittel (z.B. Salben)
  • Gummihilfsstoffe (z.B. Vulkanisierungstoffe, Antioxidantien)
  • Epoxidharze (Ausgangsstoffe, Lösungsmittel, Härter)

Tipps zur Vorbeugung:

Die wichtigste Maßnahme: Kontakt mit den Allergieauslösern meiden! Patienten mit einer Duftstoffallergie haben es hier nicht leicht, weil die Substanzen beispielsweise in Kosmetika, Waschmitteln oder Haushaltsreinigern stecken. Eine Überprüfung der Zeitschrift “Öko-Test” ergab, dass 22 der 25 getesteten Markenparfüms mindestens einen Allergie auslösenden Duftstoff enthielten.

Folgende Tipps helfen, das Risiko einer Kontaktallergie zu reduzieren:

  • Meiden Sie Ihre Kontaktallergene. Es existiert eine breite Palette von Artikeln (Kosmetika, Reinigungsmittel, Bettwaren etc.), die speziell für Allergiker geeignet sind.
  • Verwenden Sie Schutzhandschuhe beim Umgang mit dem Allergieauslöser.
  • Waschen Sie sich nur mit medizinischen, hautneutralen Produkten.
  • Fragen Sie Ihren Arzt, welche rückfettenden Öle oder Cremes sich für Ihre Haut eignen.

Wie kann eine Kontaktallergie behandelt werden?

Neben der Meidung des auslösenden Allergens helfen meist pflegende und entzündungshemmende Salben und Cremes. In leichten Fällen wirkt auch essigsaure Tonerde oder eine Zinkoxid-Salbe. Bei hartnäckigen und schweren Fällen helfen unter Umständen Kortisontabletten. Risse in der entzündeten Haut und nässende Stellen bilden ein ideales Klima für Bakterien und Pilze. Daher müssen unter Umständen auch Hautinfektionen behandelt werden.

Nässende Stellen werden mit feuchten Umschlägen und wasserhaltigen Salben, chronisch trockene Veränderungen mit fetthaltigen Crémes behandelt. Kurzfristig können auch cortisonhaltige Präparate eingesetzt werden. Neuerdings existieren auch zwei cortisonfreie, entzündungshemmende Salben.

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